Zwei Juwelen und ein Moderator: Konzertierte Kultur

(Artikel auf Hallertau.info vom 07.07.2008)


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Pfaffenhofen, 05.07.2008 (lt).
Stolz sei er, sagte Reinhard Haiplik in seiner Begrüßung, dass er in der Aula des Schyren-Gymnasiums zwei Juwelen ankündigen dürfe: mit „Dellhaun“, einem universal-musikalischen Fexer der bairischen Dellnhauser Musikanten, ein Juwel der Volksmusik und mit dem Kammerchor „a-cappella-nova“ ein Juwel der Pfaffenhofener Musikszene. Sein Stolz war berechtigt.
Moderiert wurde der Abend von Florian Erdle, Stadtjur- und Kabarettist, aber selbst Mitglied des a-cappella-Chores und somit legitimiert, in launigem Vortrag den Musikern ein oder zwei Stückchen der Schau zu stehlen. Er ließ ihnen allerdings ihre Instrumente und Stimmen, und das war gut so: Dellhaun begann mit Swing in „Leitl, miassts lustig sei“ so stark, dass die Aufforderung überflüssig war und sich die Lust an der Musik unvermittelt auf das Publikum in der vollbesetzten Aula übertrug. Dass ein Lied vom Schlotfeger ohne Text zum Vortrag kam, wurde durch die instrumentale Inszenierung als Salsa kompensiert: „Wenn sie wissen, wie Salsa getanzt wird, kennen sie den Text!“
Florian Erdle war Bindeglied, verband als Novum ein Oktett aus Dellnhausen mit einem Nova-Chor, dessen Liebeslieder von Brahms in keinster Weise griesgrämig in die Operettenwelt des Vogelhändlers flatterten und noch Zeit fanden, einer Fair Lady aus dem Musical die Ehre zu geben.
Blues, Jazz, Tango, Bossa Nova mit Dellhaun, und zwar von bairischer Quelle versorgt – was soll man sagen: Reinhard Haiplik hatte Recht: zwei Juwelen, ein Konzert! Ein Abend der Kategorie I!
So schön ist schon lange nicht mehr zusammengewachsen, was zusammen- gehört. Musik, Musik, und Text, so zwischendurch.


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